Definition
Die Trotzmacht des Geistes ist die menschliche Fähigkeit, zu den eigenen Trieben, Ängsten und Stimmungen „Nein“ und zu den Werten - trotzdem - „Ja“ zu sagen.
Gegensatz zum Fatalismus
Frankl setzte sie der Haltung entgegen: „So bin ich nun einmal, da kann man nichts machen“. Der Mensch hat einen Charakter, aber er ist nicht sein Charakter - er kann zu ihm Stellung beziehen und sich selbst ändern.
Trotzdem Ja zum Leben sagen
Der Titel eines von Frankls Büchern - …trotzdem Ja zum Leben sagen - ist der kürzeste Ausdruck dieser Idee. Er stammt aus einem Lied, das von Gefangenen des Konzentrationslagers Buchenwald gesungen wurde.
In der Therapie
Der Logotherapeut appelliert an diese Kraft, insbesondere bei Ängsten, Zwängen oder Abhängigkeiten: Das Symptom hat nicht das letzte Wort.
Quellen
V. E. Frankl, Ärztliche Seelsorge; Homo patiens.